Lexikon-Eintrag
SCHNIEWIND, Maria
Neben dem militärischen Sanitätspersonal war im Ersten Weltkrieg (1914-1918) die freiwillige Kriegskrankenpflege eine tragende Säule in der Versorgung und Beförderung kranker und verwundeter Soldaten. Schätzungen zufolge leisteten insgesamt zirka 213.000 deutsche Männer und Frauen freiwilligen Krankendienst in Kriegs- und Feldlazaretten, Soldatenerholungsheimen, Vereins- und Reservelazaretten, Krankensammelstellen, Bahnhöfen oder Lazarettzügen. Davon waren rund 72.00 Personen in der Etappe eingesetzt. Das Geschlechterverhältnis betrug dort etwa zwei Drittel Männer zu einem Drittel Frauen, während in der Heimat rund doppelt so viele Schwestern wie Pfleger im Einsatz waren. Schwestern und Pfleger vom Roten Kreuz und zahlreichen anderen Vereinen und Gesellschaften arbeiteten außer in der Pflege auch in der Küche, in Wäschereien, Nähstuben, Röntgenabteilungen, im Depot, Labor, Operationssaal, Verbandsraum und gelegentlich in der Schreibstube. Die Verwundeten würdigten d ...
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