Lexikon-Eintrag
TIESENHAUSEN, Elsa von
„Da ich kein Vermögen besitze, nur kleine Andenken und kaum was zu vermachen, gehört alles, was ich an privaten Sachen habe, ebenso an barem Gelde, die wenigen Schillinge, die noch verbleiben, außer Wäsche und Kleidung, die dem Mutterhause gehören, meiner geliebten mich so treu umsorgenden Kusine und Freundin, Frau Erna Folnesics, geb. v. Tiesenhausen, wohnhaft in Kitzeck.“ Dies hielt die österreichische Diakonisse Elsa von Tiesenhausen im Alter von 65 Jahren als ihr Testament fest. Seit fünf Jahren befand sie sich im Feierabend, den sie größtenteils in Kitzeck im südsteirischen Weinland verbrachte. Nichts deutet in diesen wenigen Zeilen darauf hin, dass die am Ende des 19. Jahrhunderts in St. Petersburg (Russland) geborene Schwester Elsa von Tiesenhausen in ein überaus privilegiertes und vermögendes Elternhaus hineingeboren wurde und dass ihr Vater damals eine hohe Stellung am russischen Zarenhof einnahm, die es ihm ermöglichte, ihr eine besondere Erziehung und Bil ...
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